Marblehead liegt im Bundesstaat Massachusetts und bildet das Zuhause von ca. 20.500 Menschen. Die meisten Häuser haben die für die USA typische Holzfassade und allgemein wirkt die Stadt, man kann es nicht anders sagen, kuschelig und heimelig. Es fällt leicht sich hier wohl zu fühlen und neue Gesichter werden meist offen in die Gemeinschaft aufgenommen.
Dadurch, dass die Stadt direkt an den Campus der University of Salem grenzt, zählen auch einige Studenten die Stadt zu ihrem Zuhause.
Geografische Lage
Als Küstenstadt und Halbinsel liegt Marblehead direkt am Atlantik. Ein Teil der Stadt, der Marblehead Neck, ist komplett von Wasser umgeben und wird nur durch die Ocean Avenue mit dem Festland verbunden. Zum Stadtgebiet gehören noch ein paar kleinere Inseln, die aber nicht oder nur spärlich bebaut sind.
Bewohnbare Straßen
Robert Road Die Robert Road ist eine ruhige Wohnstraße, in der vor allem Familien zu Hause sind. Die Fahrbahn ist schmal, gesäumt von einem einzigen Gehweg mit grober Kiesoberfläche, der sich entlang der östlichen Seite zieht. Auf der gegenüberliegenden Seite grenzen breite, offene Rasenflächen an die Einfahrten der Häuser – gepflegte Vorgärten, die im Sommer mit aufblasbaren Pools, Bobby-Cars und gelegentlich auch einem improvisierten Zeltlager der Nachbarskinder belebt sind.
Vor vielen Häusern ragen fest montierte Basketballkörbe auf, die zum Treffpunkt für Kinder und Jugendliche der Umgebung geworden sind. Es ist selten, dass die Straße völlig still ist – irgendwo ist fast immer ein Ball zu hören, ein Lachen, ein Rufen.
Wenn die Temperaturen steigen, liegt der Duft von Holzkohle, Grillgut und geselligem Beisammensein in der Luft. Die Anwohner veranstalten spontane Straßen-Barbecues, bei denen sich die Nachbarn auf mitgebrachten Klappstühlen am Bordstein versammeln. Fremde Gesichter sind selten, aber wenn sie auftauchen, werden sie freundlich beäugt – und meist mit einem Nicken begrüßt.
Die Architektur ist vielfältig, wenn auch nicht extravagant: Die meisten Häuser entsprechen dem Budget der Mittelschicht – gepflegte Einfamilienhäuser mit Satteldächern und Holzverkleidungen. Doch dazwischen finden sich auch kleinere Bungalows oder modernisierte, großzügigere Bauten – ein Mix, der die Straße angenehm durchmischt und unprätentiös wirken lässt.
Seaview Avenue Wie der Name schon vermuten lässt, führt diese Straße direkt zur Küste – doch es ist nicht allein der Blick aufs Meer, der sie besonders macht. Vielmehr ist es die ungewöhnliche Mischung an Häusern, die den Charakter der Seaview Avenue prägt: Neben kleinen Bungalows für Singles stehen gepflegte Doppelhaushälften, charmante Mehrfamilienhäuser und hin und wieder sogar eine Villa mit großzügigem Garten. Hier leben Menschen unterschiedlichster Herkunft und Lebensumstände Tür an Tür – und oft auch Hand in Hand.
Die Straße selbst ist schmal, gerade breit genug für zwei entgegenkommende Autos, und wird zu beiden Seiten von alten Bäumen gesäumt, deren Laub im Herbst wie ein natürlicher Teppich unter den Schuhen raschelt. Bürgersteige sucht man hingegen meist vergebens – was dem Ganzen einen fast ländlichen, entschleunigten Charakter verleiht.
Tedesco Street Am Rand der Stadt gelegen, verbindet die Tedesco Street das Ländliche mit dem Urbanen – eine Straße, in der Vergangenheit und Gegenwart leise ineinanderfließen. Auffälligstes Gebäude ist eine alte Villa, heute ein charmantes Bed & Breakfast, das zusammen mit dem nahegelegenen Country Club einen Hauch von Eleganz in die ansonsten eher bodenständige Umgebung bringt.
Die meisten Gebäude sind schlicht: ehemalige Bauernhäuser, kleine Wohnhäuser für den schmaleren Geldbeutel und vereinzelte landwirtschaftliche Betriebe, die bis heute aktiv sind. In den letzten Jahren haben sich hier mehrere Restaurants angesiedelt – manche modern, andere rustikal –, die ihre Zutaten direkt von den umliegenden Höfen beziehen. So hat sich die Tedesco Street zu einem versteckten Treffpunkt für Genießer entwickelt, die Wert auf Frische, Regionalität und ein Stück Ursprünglichkeit legen.
Die Pleasant Street in Marblehead ist eine historische Wohnstraße im Herzen der Stadt, geprägt von charmanten Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Hier treffen liebevoll erhaltene Architektur, ruhige Nachbarschaft und zentrumsnahe Lage aufeinander. Zu den markanten Gebäuden zählen die Abbot Public Library und mehrere großzügige Einfamilienhäuser mit bis zu sieben Schlafzimmern. Kleine Geschäfte, Cafés und der Zugang zum Rail Trail machen die Straße lebendig, ohne ihren traditionellen Charakter zu verlieren. Ideal für alle, die Geschichte, Stil und Wohnqualität vereint suchen.
Clifton Avenue Wer es geschafft hat – finanziell, versteht sich – und das auch gern zur Schau stellt, der zieht in die Clifton Avenue. Gepflegte Einfamilienhäuser mit perfekt gestutzten Hecken, großzügige Villen mit Säulenportalen und Einfahrten, die eher an private Auffahrten erinnern – hier ist Wohlstand nicht nur vorhanden, sondern sichtbar.
Pools im Garten sind fast Standard, ebenso wie Designergrills, smarte Sicherheitssysteme und Rasen, der verdächtig immergrün bleibt – auch im Herbst. Der wahre Maßstab des Erfolgs aber ist die Garage: Zwei Autos? Nett. Drei oder mehr? Willkommen im inneren Zirkel.
Die Clifton Avenue ist weniger ein Zuhause als ein Status – und wer hier wohnt, lässt es die Welt wissen.
Foster Street Auf der Inselseite der Stadt gelegen, zählt die Foster Street zu den exklusivsten Adressen weit und breit. Die großzügigen Grundstücke, auf denen luxuriös ausgestattete Häuser thronen, reichen bis an die Küste – mit direktem Blick auf den Atlantik und oft sogar mit eigenem Zugang zum Wasser.
Lange Auffahrten führen durch gepflegte Vorgärten, in denen Wind und Wellen die einzigen Geräusche sind, die den Alltag begleiten. Hier lebt man abgeschirmt vom Trubel des Festlands – genau so, wie es die Bewohner wollen: zurückgezogen, ruhig, stilvoll.
Die Foster Street ist kein Ort für Kompromisse, sondern für Menschen, die sich Raum und Stille leisten können – und wollen.
Prospect Street Die Prospect Street ist der Teil Marbleheads, über den man lieber nicht spricht – zumindest nicht laut. Trotz aller Bemühungen, das Straßenbild aufzuwerten, bleibt sie ein Ort, an den man nicht freiwillig zieht, sondern weil es keine andere Wahl gibt. Die Fassaden bröckeln, auch wenn sie nach und nach gestrichen werden, und was hinter den Wänden liegt, ist oft noch weit vom Zustand echter Besserung entfernt.
Wer hier lebt, träumt in der Regel von einem schnellen Ausweg – doch nur wenigen gelingt der Absprung.
Und doch: Im Vergleich zu den wirklich harten Ecken anderer Städte wirkt die Prospect Street fast gepflegt. Vielleicht liegt es an der Meeresluft. Vielleicht an dem leisen Trotz derer, die hier wohnen und sich weigern, ganz unterzugehen.
Nanepashemet Street Etwas abseits der Küste, aber dennoch auf dem begehrten Marblehead Neck gelegen, bietet die Nanepashemet Road ruhiges, großzügiges Wohnen mit Weitblick – im übertragenen wie im wörtlichen Sinne. Die Häuser hier sind unterschiedlich in Größe und Stil, doch sie haben eines gemeinsam: Platz. Ob große Familien, Paare, Alleinstehende oder kleine Haushalte – wer Wert auf Privatsphäre legt, fühlt sich hier schnell zuhause.
Zwischen den Grundstücken liegen gepflegte Grünflächen, Hecken oder Bäume – genug Abstand, um sich nicht auf die Pelle zu rücken, aber nah genug für ein freundliches Winken über den Gartenzaun.
Neben einigen stattlichen Anwesen mit Pool und Designerterrasse gibt es hier auch erschwinglichere Immobilien, die zeigen: Luxus und Normalität müssen sich nicht ausschließen. Die Nanepashemet Road ist ein Ort für Menschen, die Ruhe schätzen – ganz ohne abgeschottet zu sein.