Welcome to Boston
What's happening?

I don't care as long as we swing
Cloud Hazley & Cooper Bennett.
. 0
private Szene & feste Postreihenfolge
#51
Es war alles gut. Wunderbar. Bei Cloud auch. Konnte doch gar nicht besser sein. Er hatte hier gerade den Abend seines Lebens. Konnte ja auch gar nicht anders sein, mit diesem absolut hübschen Jungen unter sich, in seinem Bett. Und alles fühlte sich so toll an, alles passte, Einhörner pupsten Regenbögen.

Er hielt länger durch, als er gedacht hatte, aber bei Weitem nicht lang genug. Alle möglichen unanständigen Geräusche mischten sich mit der Musik, die aus der kleinen Anlage kam, und der von Anfang an niemand zugehört hatte. War man zunächst noch etwas unkoordiniert, fand zumindest Cloud irgendwann in einen guten Rhythmus. Und dann war es irgendwie auch schon wieder vorbei. Kam ihm lange vor, und gleichzeitig nicht lang genug. War auch nicht seine Bestleistung, aber er war so aufgeheizt gewesen, dass es nur einen kleinen Funken gebraucht hatte, um ein Feuerwerk in seinem Hirn zu entzünden. Und dann lag er verschwitzt und schwer atmend in den Armen des Jungen, das Gesicht an seiner Brust verborgen, und wartete das Nachbeben, das Kribbeln ab, wartete, bis es keine tanzenden Sterne mehr um ihn herum gab.

„Tut mir leid“, sagte er, immer noch außer Atem, als er den Kopf gedreht hatte und nun mit der Wange auf heißer und feuchter Haut lag.Das Herz des anderen pochte so heftig, es hallte durch Clouds ganzen Kopf. Erst nach ein paar Momenten blickte er auf, schaute dem Jungen ins Gesicht, mit einem schiefen Grinsen, und meinte: „Normalerweise bin ich nicht so schnell. Kann ich irgendwas für dich tun?“ Noch ein bisschen in den Arm nehmen, ein Handjob, egal was. Cloud war für alles offen. Sogar für eine zweite Runde. Wenn er sich nicht mehr so fühlte, als hätte ihn ein Truck angefahren. Er strich noch ein wenig mit den Fingern über den Arm seines Kumpels, gedankenverloren, schwimmend in einem Meer aus Glückseligkeit, ehe er sich irgendwann nach oben schob, um sich ein millionsten Kuss heute zu holen. „Brauchst du irgendwas?“, wollte er wissen. „Was zu trinken? Hast du Hunger?“ Man wollte ja ein guter Gastgeber sein, und der Gast sollte auf jeden Fall wiederkommen wollen.
Zitieren
#52
Wofür entschuldigte der Andere sich denn jetzt? Ah, die Erklärung kam direkt hinterher, sehr gut. Ein zufriedenes Lächeln bildete sich in seinem Gesicht, eher er sich einmal mit dem Unterarm drüber strich um den Schweiß loszuwerden. Es war ihm egal, dass es nicht länger gedauert hatte, weil es trotzdem wunderschön gewesen war. „Gibt nichts, wofür du dich entschuldigen musst“, erklärte er also, während er in die dunklen Augen blickte, die so wunderbar vertraut wirkten. Als hätte er schon Jahre damit verbracht in sie zu sehen und dort nach Wahrheiten und Abgründen zu suchen.

Ob er noch was für ihn tun könne? Absolut. Ob er was brauchte? Ja, ein Orgasmus wäre nett, denn im Gegensatz zu dem Tänzer hatte er noch keinen gehabt, auch wenn nicht mehr viel fehlte. Aber wie sagte man so was am besten, er hatte doch wirklich keine Erfahrung in so was. „ähm“, sagte er also und musste dann doch ein bisschen grinsen. Verschmitzt, überfordert und ganz viel mehr zugleich. „Könntest du vielleicht…?“, fragte er also, ließ die Frage ins Offene laufen, zeigte durch ein Nicken mit seinem Kopf aber, was er meinte.

Natürlich konnte sein neuer Freund und so dauerte es nicht lange, bis auch Coops voller Glückseligkeit in den Laken des Anderen lag. Sein Brustkorb hob und senkte sich deutlich, während sein Blick den des Dunkelhaarigen suchte. Und noch während er die Hand ausstreckte um sanft durch das Haar zu streichen, das am Schädel des Älteren klebte, lächelte er und realisierte, was gerade passiert war: Er hatte Sex gehabt, zum allerersten Mal in seinem Leben. Er wusste, dass er sich später noch mehr Gedanken darüber machen würde, aber jetzt gerade wollte er einfach nur dieses Wissen in sich aufsaugen und genießen. Vor allem genießen, dass es gut gewesen war und er sich gut gefühlt hatte in den Armen des zweiten Vaters von Woodie. „Kannst du mich in den Arm nehmen?“, fragte er dann und sah zu ihm. Er hatte gerade das Bedürfnis danach und wollte aus dem Arm des Anderen dann am liebsten nie mehr verschwinden.
Zitieren
#53
War schon ein bisschen peinlich, dass er so schnell fertig war, aber da sich Cloud selten schämte, war es noch zu verkraften. Er schob es auch darauf, dass er jetzt schon den halben Tag unter Dauererregung gestanden hatte, allerspätestens seit dem ersten Kuss heute Nachmittag. Bester erster Kuss überhaupt, fand er. Ihm tat es viel mehr leid, dass sein Freund nicht ganz auf seine Kosten gekommen war, aber Cloud war ein großzügiger Liebhaber und würde niemanden auf dem Trockenen liegen lassen.

Ob er noch könnte? Ein dreckiges Grinsen breitete sich auf Clouds Gesicht aus. „Absolut! Wie willst du‘s? Hände? Mund? Füße?“ Das letzte war eher ein Scherz, aber er zweifelte nicht daran, dass er selbst das hinkriegen würde, und hey, gab ja Leute, die tierisch auf Füße abfuhren. No kink shaming here. In seiner Gruppe war eine Tänzerin, die regelmäßig ihre Socken und ausgetanzten Spitzenschuhe für echt gutes Geld verkaufte. Eigentlich gar keine so schlechte Idee. Von seiner Idee, auf OnlyFans aktiv zu sein, war Cloud noch ein paar Jährchen entfernt. Aber tanzen war teuer, und nicht umsonst waren Balletttänzerinnen früher auch Prostituierte gewesen. Man tanzte nicht des Geldes und idealerweise auch nicht des Ruhmes wegen. Man tanzte aus Leidenschaft, weil man sonst nicht leben konnte.

Mit beeindruckender Hingabe widmete sich Cloud dem versprochenen Orgasmus, den er noch schuldete, und beugte sich anschließend über den Jungen, der schwer atmend auf seinem Bett lag, die Wangen gerötet, und einfach zauberhaft aussah. „Steht dir zu kommen“, bemerkte er, grinste, und küsste ihn lang, ungeachtet der Tatsache, dass der andere gerade noch schwer atmete. Einen Tod musste man sterben, und wenn es Ersticken beim Knutschen war, nun, gab echt Schlimmeres.

Bisher hatte noch keiner nach dem Sex kuscheln wollen, aber mit so vielen hatte Cloud ja auch noch nicht geschlafen. Trotzdem sagte er sofort: „Klar! Komm her!“ So breit war sein Bett nicht. Dieses Jugendbett war nicht dazu gedacht, dass man zu zweit darin lag. Dieses Versäumnis war ganz eindeutig die Schuld von Clouds Mutter. Schließlich musste sie doch wissen, dass ihr Jüngster schon längst in dem Alter war, in dem man vielleicht doch mal Übernachtungsbesuch mitbrachte, der nicht auf einer Luftmatratze auf dem Fußboden schlafen sollte, und erst recht nicht auf dem Ausklappsofa im Wohnzimmer. Cloud erinnerte sich an die Übernachtungen früher, als er noch jünger gewesen war. Pyjamapartys im Wohnzimmer. Das hatte immer Spaß gemacht. Jetzt gab es keine Pyjamapartys mehr, jetzt gab es süße Typen, die er Zuhause verführte.

Cloud lag auf der Seite, einen Arm unter dem Kopf, den anderen um den nackten und leicht verschwitzten Jungen geschlungen. Er war ganz heiß, in mehrerlei Hinsicht. Cloud vergrub das Gesicht an der Halsbeuge des Jungen und atmete tief seinen Geruch ein. Alles war warm und gemütlich und aufregend und toll und überhaupt! „Ich hab nichts dagegen, das nochmal zu machen. Wenn du magst. Wird dann bestimmt auch besser.“ Und es musste später auch noch eine andere Frage gestellt werden. Nämlich ob er hier übernachten wollen würde, oder ob Cloud ihn nach Hause fahren musste. Er hatte ein bisschen Angst, dass sein neuer Freund nur eine kurze Bekanntschaft sein würde, und Cloud ihn nach heute nie wieder sehen würde. Sie kannten sich zwar noch überhaupt nicht, aber er wollte nicht, dass der andere verschwand. Er wollte noch viel viel mehr von dem, was sie gerade hatten.
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste